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Berlinale 2026: Zwischen Kunstpreis und unverhohlener Drohung gegen die Gastgeber – waum fördern wir solchen Hass immer noch?

Michaela Ehrendorf
Der Regisseur Alkhatib erhielt einen Preis für sein Debüt „Chronicles from the Siege“.
Die Berlinale gilt seit jeher als das politischste der großen Filmfestivals. Doch was sich am vergangenen Samstagabend abspielte, sprengt jeden Rahmen. Es hinterlässt eine tiefe Kluft zwischen Kunstfreiheit und diplomatischer Etikette – und wirft die drängende Frage auf, wie wehrhaft eine Demokratie gegenüber Gästen sein muss, die die ihnen entgegengebrachte Gastfreundschaft mit Hass vergelten.
Es sollte eigentlich ein Moment des Triumphs für Abdallah Alkhatib sein. Für sein Debütwerk „Chronicles from the Siege“ wurde er mit einem Preis des Berliner Festivals geehrt. Doch statt sich in Dankesworten zu ergehen, nutzte Alkhatib die internationale Bühne für eine scharfe Attacke gegen seine Gastgeber. Während er eine Palästinenserflagge in die Höhe reckte, warf er der Bundesregierung vor, ein „Partner des Völkermords in Gaza“ zu sein.
Ein Palästinenser aus Syrien, der 2019 vor dem Bürgerkrieg nach Deutschland floh und hier Schutz, Unterkunft und finanzielle Sicherheit fand. Erst unsere westliche Freiheit ermöglichte es ihm, sich ungehindert seinen Filmen zu widmen – finanziert von eben jener Gesellschaft, die er nun auf offener Bühne diffamiert. Statt eines Plädoyers für die Werte, die ihm dieses Leben ermöglichen, lieferte Alkhatib antiisraelische Lügen und antisemitische Hetze.
Und auch gegen uns, das Publikum und die Menschen, die ihm hier für seine Kunst den Boden bereiten, richtete sich sein Hass. Alkhatib stieß eine unverhohlene Drohung gegen die Menschen in Deutschland aus. Man werde sich merken, wer an der Seite Israels stand – eine Ansage, die viele als direkte Bedrohung gegen jeden Einzelnen empfinden, der sich für die deutsch-israelische Partnerschaft einsetzt.
Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD), als einziger offizieller Vertreter der Bundesregierung im Saal anwesend, hielt es angesichts dieser Entgleisungen nicht mehr auf seinem Platz. Noch während der Rede verließ er demonstrativ die Veranstaltung. Ein Sprecher des Ministeriums stellte später klar: „Der Bundesminister hält diese Aussagen für nicht akzeptabel.“
Unterstützung erhielt Schneider von diplomatischer Seite. Der israelische Botschafter Ron Prosor lobte den Minister via BILD für sein Rückgrat. Prosor erinnerte in einer scharfen Replik daran, wer die tatsächliche Verantwortung für das Leid trägt: Die islamistische Hamas, die am 7. Oktober „einen Genozid vor laufender Kamera veranstaltet“ habe.
Deutschlands Schauspielikone Uschi Glas stellte sich hinter den Minister und kritisierte das Schweigen der Branche: „Wenn du sitzen bleibst, dann gibst du den Feinden der Demokratie recht.“
Was von der Berlinale 2026 bleibt, ist ein Scherbenhaufen. Die Berlinale muss sich fragen lassen, wie lange sie es noch duldet, zu einer Plattform für Islamisten und Antisemiten zu werden. Der Fall Alkhatib zeigt exemplarisch, wie schmal der Grat zwischen der Repräsentation marginalisierter Stimmen und einer gefährlichen Instrumentalisierung des Kulturbetriebs ist. Erste erheben jetzt schon wieder den Ruf nach harten Konsequenzen. Warum bietet man Menschen, die unter dem Deckmantel des Asylrechts nach Deutschland kommen, hier eine große Bühne? Wann wird der Schutzstatus von Abdallah Alkhatib widerrufen? Wer hier seine Freiheit missbraucht, verdient keine Ehrung, sondern ein Flugticket nach Hause.

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Klaus Kelle, Chefredakteur