Zum Hauptinhalt springen

US-Präsident Trump verliert die Geduld mit Teheran

Ticktack, Ticktack, Ticktack…die Zeit der Mullahs in Teheran läuft ab

KLAUS KELLE
Dr größte Flugzugträger der Welt: USS Gerald Ford
Das Geflüster in den Schaltzentren der Macht wird spürbar lauter. Die Amis machen ernst! Dieses Mal ist es nicht nur eine Demonstration ihrer Macht. US-Präsident Donald Trump hat im Persischen Golf eine Armada an Feuerkraft aufgefahren, wie es die Welt seit vielen Jahren nicht mehr erlebt hat. Mit den beiden mächtigen Flugzeugträgern USS Abraham Lincoln und der gerade neu eingetroffenen USS Gerald R. Ford und ihren Trägergruppen haben die USA einen eisernen Ring um das Mullah-Regime in Teheran gezogen.
Mehr als 50 Tarnkappenjets der Typen F-35 und F-22 patrouillieren den Luftraum, während B-2-Spirit-Bomber auf den Stützpunkten in der Region in Alarmbereitschaft stehen. Das ist keine Übung und keine Showveranstaltung; es ist ein sicheres Zeichen, dass dem mächtigsten Mann der Welt im Oval Office in Washington der Geduldsfaden gerissen ist.
Donald Trump ist ja unter anderem für eine zweite Amtszeit gewählt worden, weil er den Amerikanern versprochen hat, weniger Krieg führen zu wollen – am besten gar keinen, wie in seiner ersten Amtszeit. Doch die Machthaber in Teheran verstehen keine andere Sprache als die der Gewalt. Jedenfalls scheint es derzeit so.
Die Schuld liegt dabei eindeutig bei den Mullahs
Beispiel Atomprogramm: Teheran hat über Monate versucht, die Verhandlungen in die Länge zu ziehen, während die Zentrifugen in Natanz und Fordo einfach weiterliefen. Ein persönlicher Affront gegen Trump, der gewohnt ist, dass seine Forderungen widerspruchslos umgesetzt werden. Wer das nicht macht, muss mit den Konsequenzen leben, wie das Maduro in Venezuela schon erleben durfte.
Trump sieht in der jetzigen iranischen Führung keinen Partner, der verhandeln und einen „Deal“ abschließen will, sondern ein System, das seine vermeintliche Schwäche ausnutzt.
Die USA verfolgen deshalb unter Federführung von Strategen wie Elbridge Colby eine Politik der „strategischen Unterwerfung“. Ziel ist dabei nicht mehr nur ein verbessertes Atomabkommen, sondern eine vollständige Neuordnung der Kräfte des Nahen Ostens. Das heißt im ersten Schritt: kein Gramm angereichertes Uran auf iranischem Boden. Ein Ende der Finanzierung von islamischen Terrororganisationen wie der Hisbollah oder den Huthis, die den Nahen Osten destabilisieren. Ein Iran, der komplett und glaubhaft auf seine revolutionären Export-Ambitionen verzichtet.
In Washington wird inzwischen offen über das Szenario eines „Regime Change“, eines Machtwechsels in Teheran, gesprochen. Nicht durch eine Bodeninvasion wie damals im Irak, sondern durch eine Kombination aus chirurgischen militärischen Schlägen und der massiven Unterstützung der inneriranischen Opposition. Ein Zusammenbruch des Mullah-Regimes wird im Weißen Haus als eine Win-win-Situation angesehen. Denn ohne iranisches Geld und Waffen würden viele Konflikte in Syrien, im Libanon und im Jemen mangels Ressourcen einfach austrocknen.
Ein demokratischer oder sogar pro-westlicher Iran könnte den Weg für eine historische Allianz zwischen Israel und den Golfstaaten ebnen, die den Nahen Osten wirtschaftlich in ein neues goldenes Zeitalter führt.
Donald Trump stellt die Mullahs ein letztes Mal vor die Wahl: Einlenken sofort oder mit den Konsequenzen klarkommen. Noch versuchen Diplomaten in Genf und Maskat intensiv, auf dem Verhandlungsweg zu einer Lösung zu kommen, aber die Flugzeugträger im Golf sprechen eine deutlichere Sprache. Für die Mullahs in Teheran läuft die Uhr ab …

Spendenaufruf

+++ Haben Sie Interesse an politischen Analysen wie diesen?
+++ Dann unterstützen Sie unsere Arbeit
+++ Mit einer Spende über PayPal@TheGermanZ
oder einer Überweisung auf unser Konto DE03 6849 2200 0002 1947 75 +++


Klaus Kelle, Chefredakteur