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Schlagwort: Türkei

Einen Preis zahlen, den Erdogan allein bestimmt

von THILO SCHNEIDER BERLIN – Finnland und Schweden suchen, trotz aller Beteuerungen aus Moskau, dass das „schlimme Konsequenzen“ haben wird, ihren Weg in die NATO. Alle NATO-Staaten haben dem freudig zugestimmt. ALLE NATO-Staaten? Nein. Ein selbst dreiviertel-diktatorisch geführter Staat an der Südflanke des Bündnisses verweigert beharrlich sein „Ja“ zu einem Beitritt. Offiziell geht es dem großen Führer des Osmanischen Restreichs darum, dass Schweden und Finnland die PKK immer noch nicht als schreckliche Terrororganisation gebrandmarkt haben und ihre Mitglieder nicht holterdipolter...

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Der vergessene Krieg Edogans gegen die Kurden

von JUlIAN MARIUS PLUTZ ANKARA – Jeder Mensch verfügt über einen gewissen mentalen und psychischen Haushalt. So sieht sich der eine durchaus überfordert, was die täglichen Medien von sich geben. Sie schalten im wahrsten Sinne des Wortes ab. Es gibt Personen, die aufgrund der anhaltenden Krisenlagen, nach Flüchtlingen und zwischen Terroranschlägen nun der Krieg, sich ganz bewusst Radio, TV und Internet entziehen. Sie schützen sich selbst, indem sie den Informationsfluss auf ein Minimum reduzieren. Manche Krisen sind so prominent und vereinnahmen unseren mentalen Haushalt so sehr, dass...

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Unsere Soldaten hatten viel früher in Griechenland stationiert werden sollen

von KLAUS KELLE Demokratie ist ein zähes Geschäft. Der Streit mit Ankara um das Recht für deutsche Abgeordnete, „ihre“ 260 in Incirlik stationierten Soldaten jederzeit zu besuchen, hat heute seinen Höhepunkt erreicht. Mit der Nicht-Einigung ist klar: Unsere Soldaten und Kampfflugzeuge, die einen Beitrag im Kampf der Nato gegen den IS leisten, werden abziehen und anderswo stationiert. Schon lange fragt man sich als Beobachter, weshalb die Bundeswehr mit Griechenland nicht Quartier in einem verlässlichen Partnerland der Nato bezogen hat. Ein neuer moderner Militärflughafen ist...

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Von der unterschätzten Macht der Provinz

von KLAUS KELLE In Istanbul haben gestern Abend 2.000 Demonstranten gegen den Erfolg Erdogans beim Referendum in der Türkei demonstriert. 2.000! In der Türkei leben 75 Millionen Menschen. Die Beteiligung der Wähler am Refrendum lag bei 80 Prozent. Erdogan hat gewonnen. Das mag uns nicht gefallen, aber das Ergebnis wird nicht ernsthaft angezweifelt. Ja, es habe einige Unregelmäßigkeiten gegeben. Ja, das Ergebnis müsse auf Antrag der Opposition noch einmal überprüft werden. Klar muss es das. Dennoch wird sich nicht daran ändern, dass Erdogan sich – mal wieder – durchgesetzt hat,...

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Ein anderer Aufmacher

von KLAUS KELLE Nahezu alle Zeitungen und Medien machen heute Morgen mit dem Ergebnis des Referendums in der Türkei auf. Dass Erdogan jetzt noch mehr Kontrolle über sein Land bekommt, war befürchtet worden und ist nun eingetreten. Unerwartet ist höchstens, wie knapp das Rennen auf der Zielgeraden noch geworden ist. Fast die Hälfte der türkischen Wähler scheint selbst Unbehagen zu verspüren angesichts der Vorgänge am Bosporus, insbesondere nach dem „Putsch“ mit Massenverhaftungen, Massenentlassungen und einem sich immer mehr verstärkendem Druck gegen jede Art von Opposition,...

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Deutschland und die Türkei: Es gibt keinen Grund, sich devot gegenüber Erdogan zu verhalten

von KLAUS KELLE Das Verhältnis zwischen der Türkei und Deutschland ist so schlecht wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Präsident Erdogan pfeift auf EU, Deutschland, Niederlande sowieso und Nato-Partner. Sein Interesse ist einzig, seine persönliche Machtfülle am Bosporus mit einem Referendum deutlich auszubauen. Was dabei diplomatisch an Scherben zerbrochen wird, interessiert den Mann nicht. „Nazi-Praktiken“ und die Unterstützung von Terroristen wirft Erdogan der deutschen Bundeskanzlerin vor. Die Niederlande seien verantwortlich für das Massacker von Srebrenica, behauptet er. Und...

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Türkische Wahlveranstaltungen in Deutschland: Gut, dass wir verglichen haben

von THOMAS PAULWITZ Erinnert sich noch jemand an den Wahlkämpfer Obama, der 2008 vor dem Brandenburger Tor eine Wahlkampfrede halten wollte? Steinmeier war dafür, Merkel dagegen. Obama ruderte schließlich zurück: „Senator Obama freut sich auf seinen Deutschlandbesuch und die Gelegenheit zu einem Treffen mit der Kanzlerin. Er hat mehrere Orte für eine mögliche Rede in Betracht gezogen und wird den aussuchen, der am meisten Sinn für uns und die deutschen Gastgeber macht.“ Kein Wort davon, daß Deutschland lernen müsse, sich zu benehmen. Regierungssprecher Steg sagte...

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