Die Berlinale gilt seit jeher als das politischste der großen Filmfestivals. Doch was sich am vergangenen Samstagabend abspielte, sprengt jeden Rahmen. Es hinterlässt eine tiefe Kluft zwischen Kunstfreiheit und diplomatischer Etikette – und wirft die drängende Frage auf, wie wehrhaft eine Demokrati…
In Deutschland verlieren im Moment durchschnittlich 10.000 Menschen pro Monat ihren Arbeitsplatz. Die Probleme mit der Massenmigration sind weiterhin vielleicht eingedämmt, aber die Unfähigkeit des Bundes und der Länder, konsequent abgelehnte Asylbewerber abzuschieben – insbesondere Kriminelle, die hier schwerste Gewalttaten verübt haben –, ist erschütternd. Mehr als 100.000 Abtreibungen werden jedes Jahr in Deutschland registriert; junges Leben, Geschöpfe Gottes, die einfach ausgelöscht werden.
Viele Themen würden mir einfallen für Drehbuchautoren, Produzenten und Regisseure in einem der bedeutendsten Filmwettbewerbe der Welt: der Berlinale.
Doch was finde ich?
Ein „elektrisierendes Porträt der nigerianischen Megacity Lagos“, in der „Lady“ (gespielt von Jessica Gabriel’s Ujah) mit klassischen Geschlechterrollen bricht. Denn „Lady“, eine „junge, androgyn wirkende Frau“, die sich als eine der wenigen Taxifahrerinnen in der hyper-maskulinen Welt von Lagos durchsetzt, spart eisern jeden Naira, um aus der chaotischen Metropole in die Küstenstadt Freetown (Sierra Leone) fliehen zu können. Und dann, ganz wichtig, taucht plötzlich ihre Freundin „Pinky“ auf, um sie in die glitzernde, gefährliche Welt der Nachtclub-Szene einzuführen. Und klar, sie ist ja Taxifahrerin: „Lady“ fährt dann mit ihrem Auto „eine Gruppe schillernder Sexarbeiterinnen durch die Nacht“.
Verstehen Sie mich bitte nicht falsch
Kultur ist nur Kultur, wenn sie frei ist. Maler sollen Bilder malen, wie und was sie wollen, Theaterregisseure können absurdeste Stoffe inszenieren und natürlich dürfen Filmemacher auch das Vortragen nepalesischer Hirtenlyrik in einem achtstündigen Dokudrama verarbeiten. Aber erwarten Sie bitte nicht, dass normale Menschen sich das dann auch antun!
Die 76. Internationalen Filmfestspiele Berlin finden unter der Leitung der neuen Intendantin Tricia Tuttle statt, die sich erkennbar bemüht hat, den Rythmus der Stadt aufzugreifen.
Die Aufmerksamkeit zum Start gehört traditionell der „Berlin Opening Night“. In diesem Jahr fand die exklusive Sause im SO/ Berlin Das Stue statt. Das ehemalige dänische Botschaftsgebäude am Tiergarten bot eine perfekte Kulisse für eine Nacht, in der Diskretion und Extravaganz zusammen passten.
Auf dem roten Teppich vor dem Hotel die traditionelle Show der Filmstars: Michelle Yeoh, die in diesem Jahr mit dem Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wurde, Hollywood-Größen wie Neil Patrick Harris, Pamela Anderson und ein gut gelaunter Channing Tatum für internationales Flair. Und unsere heimischen Top-Namen waren natürlich dabei: Iris Berben, Daniel Brühl und Matthias Schweighöfer.
In der Sektion Berlinale Special zog vor allem die Horrorkomödie „Die Blutgräfin“ von Ulrike Ottinger das Publikum an. Isabelle Huppert spielt eine exzentrische Adelige, die zwischen Splatter und High-Fashion wandelt.
Wer schnappt sich nun den Bären?
Die internationale Jury unter dem Vorsitz von Wim Wenders hat keine leichte Aufgabe. Während früher oft große politische Parabeln dominierten, geht es dieses Jahr – na klar – um Identität (nicht die deutsche, versteht sich), Familie und das Aufbrechen alter Rollenbilder.
Und natürlich, ich hätte sonst etwas vermisst, gibt es das queere Gefängnisdrama „Animol“: „Mit seiner rohen, aber zärtlichen Erzählweise über Liebe unter widrigsten Bedingungen“ gilt es als heißester Anwärter auf den Goldenen Bären. Na dann…
Der Fokus liegt bei dieser Berlinale weniger auf dem erhobenen Zeigefinger als früher. Das ist gut. Aber ob am Ende „das kraftvolle Kino aus Nigeria“, das „deutsche Rollenspiel-Drama“ oder das „queere Gefängnis-Epos“ gewinnt, ist mir persönlich völlig schnuppe.
„Viele von Ihnen werden schon einmal von ‚Pizzagate‘ gehört haben und vermutlich automatisch irgendetwas mit Hillary Clinton assoziieren. Heute Morgen schnitt eine lange aktive Leserin meines Blogs das Thema im Zusammenhang mit dem Fall Epstein an. Ich hatte noch im Hinterkopf, dass es da irgendwas mit gefangenen Kindern und Kinderpornografie gegeben haben soll. Es erschien mir von Anfang an so absurd, dass ich mich nie wirklich damit beschäftigt habe. Aber heute Morgen fühlte ich mich getriggert und habe mal bisschen recherchiert. Hier die ganze Geschichte von ‚Pizzagate‘:
Im Grunde fügt sich das zusammen wie ein Drehbuch für einen schlechten C-Movie der ganz billigen Art.
Eine mächtige Elite – was sonst? – betreibt im Keller einer Pizzeria in Washington D.C., der amerikanischen Bundeshauptstadt, einen Kinderhändlerring. Bitte lesen Sie es noch mal: Die mächtige Elite der USA betreibt also im Keller einer Pizzeria einen Kinderhändlerring. Im Grunde könnte man hier aufhören, so komplett absurd ist das, aber Millionen Menschen rund um den Planeten sind überzeugt von dieser Gruselschmonzette. Und fast wäre es wegen dieser frei erfundenen Geschichte zu einem Blutbad gekommen. Aber der Reihe nach…
Alles begann im Herbst 2016, mitten im US-Präsidentschaftswahlkampf zwischen Donald Trump und Hillary Clinton. Die Enthüllungsplattform WikiLeaks veröffentlichte damals kurz vor der Wahl tausende private E-Mails von John Podesta, dem Wahlkampfmanager von Clinton. Wer nach Staatsgeheimnissen suchte, wurde enttäuscht – die Mails handelten meist von Terminabsprachen und Abendessen.
Doch auf Imageboards wie 4chan und 8chan begannen Hobby-Detektive, die Texte der Mails nach ‚verdächtigen Mustern‘ zu durchsuchen. Kurz zur Erklärung: Ein Imageboard ist die versteckte Form eines Internetforums, in dem das anonyme Teilen von Bildern im Vordergrund steht. Es unterscheidet sich sehr deutlich von den Ihnen bekannten sozialen Netzwerken wie Facebook, Insta und so weiter.
Also, die Hobby-Aufdecker stellten fest, dass in den Mails des Clinton-Stabs ungewöhnlich häufig der Begriff ‚Pizza‘ vorkam. Fast müsste man lachen, denn wenn sich Politiker und ihre Mitarbeiter mittags oder abends zum Essen verabreden – ja, dann ist es bei der amerikanischen Esskultur nicht auszuschließen, dass man da häufig Pizza bestellt oder sich in einer Pizzeria verabredet. Comprende?
Doch ‚Pizza‘, so raunt man im Internet, sei ein ‚Codewort‘ für kleine Mädchen, und wohl aus Gender-Gründen dichtet man sich gleich noch zusammen, dass der ‚Hotdog‘ für kleine Jungen stehe.
Das Ziel der Kampagne war natürlich Hillary Clinton persönlich, ehemalige US-Außenministerin und Ehefrau des früheren Präsidenten Bill Clinton. Besonders ‚Slick Willie‘ bot sich als Ziel geradezu an, denn unvergessen sind seine Sex-Affäre mit einer Praktikantin des Weißen Hauses und seine Lügen dazu. Aber er kandidierte eben nicht, sondern seine inzwischen auch verhasste Ehefrau. Nicht wenige politische Beobachter meinen bis heute, die Präsidentschaftswahl zwischen Trump und Clinton sei wie eine ‚Wahl zwischen Pest und Cholera‘ gewesen. Trump habe nur gewonnen, weil Hillary noch unbeliebter war.
Aber sich die Außenministerin der Vereinigten Staaten vorzustellen, wie sie heimlich eine Pizzabude in D.C. eröffnet und im Keller Kinderpornos vertickt – dazu muss man mehr Fantasie haben, als den ‚Herrn der Ringe‘ von Tolkien für einen Dokumentarfilm zu halten.
Warum sollte eine der mächtigsten Frauen der Welt, die unter ständiger Begleitung von Bodyguards des Secret Service steht, so etwas in einer öffentlichen Pizzeria tun? Für die ‚Gläubigen‘ dieser Geschichte allerdings spielte Logik keine Rolle. Die Monströsität der angeblichen Verbrechen ist für sie nur ein weiterer Beweis, wie ‚tief‘ der Sumpf in Washington tatsächlich ist.
Die Räuberpistole von ‚Pizzagate‘ bezog sich zunächst nur auf diese eine Pizzeria mit dem sehr italienischen Namen ‚Comet Ping Pong‘.
Am 4. Dezember 2016 erreichte der Wahnsinn dann einen vorläufigen Höhepunkt
Donald Trump war bereits seit Wochen ‚President-elect‘, als der 28-jährige Edgar Maddison Welch, ein Familienvater aus North Carolina, mit einem AR-15-Gewehr in sein Auto stieg und nach Washington fuhr. Seine Mission: die Kinder ‚retten‘, von denen er im Internet gelesen hatte. Er stürmte das ‚Comet Ping Pong‘-Restaurant, bedrohte die Gäste – es hätten ja heimlich auch ‚Reptiloiden‘ darunter sein können – und gab Schüsse ab, um verschlossene Türen aufzubrechen. Er suchte zunehmend verzweifelt nach dem Eingang zum Keller der Pizzeria. Und musste aufgeben, denn das Gebäude steht auf einer Betonplatte. Es gab keinen Keller, keine gefangenen Kinder, keine geheimen Gänge. Einfach gar nichts. Nur Mehl und Tomatensauce im Hinterraum der Küche und verstörte Angestellte.
Welch wurde verhaftet. Gut so, ich hoffe, er hat einen guten Therapeuten
Die Geschichte ist natürlich damit nicht zu Ende. Denn Fakten haben Leute noch nie gestört, die etwas unbedingt glauben wollen. Und in dieser Situation betrat ein neuer anonymer Spinner die Bühne: ‚QAnon‘. Der verbreitete die nächste Gruselgeschichte. Angeblich sei er ein hochrangiger Regierungsmitarbeiter. Und er berichtete von einem weltweiten ‚Deep State‘ (Tiefen Staat), der Kinder entführte, um aus ihrem Blut eine Verjüngungsdroge (Adrenochrom) zu gewinnen.
Auch das bitte zwei Mal lesen! Holen Sie sich was zu trinken, aber bitte kein Blut!
Im Grunde könnte man über all das lachen, wenn es nicht so traurig wäre. Die Betreiber des ‚Comet Ping Pong‘ erhielten noch über Jahre hinweg Morddrohungen. Und nicht nur der Pizzeria-Keller ist frei erfunden, sondern natürlich gibt es keinen clintonschen Kinderhandel, wo man Blut zapft. Es gibt nicht den kleinsten Beleg dafür, dass irgendwas an diesen Geschichten auch nur wahr sein könnte. Aber in den Echokammern des weltweiten Netzes kann der größte Schwachsinn zu einer ernsten Gefahr werden. Denn die nächste dunkle Weltverschwörung ist nur noch einen Mausklick entfernt…“
UZOH wird der neue Star am deutschen Musicla-Himmel
Eine rauschende Premiere – diese Formulierung liest man oft, wenn eine neue Bühnenshow irgendwo startet. Aber gestern Abend bei der Premiere von „Ghost – Nachricht von Sam“ im BlueMax Theater am Marlene-Dietrich-Platz traf diese Beschreibung zu wie selten. Denn es war eine wirklich rauschende Premiere, die 600 Gäste im umgebauten Theater, wo über Jahre vorher die „Blue Man Group“ Dauergast war, feiern durften.
Ghost – Nachricht von Sam“ – war da nicht mal was?
Ja, da war mal was. Ein Hollywood-Blockbuster, der 1990 zu einem der erfolgreichsten Filme weltweit (neben „Pretty Woman“) wurde und mit einem vergleichsweise geringen Budget von 22 Millionen gut 505 Millionen US-Dollar einspielte.
Eine Liebesgschichte – natürlich, deren Magie gestern Abend im BlueMax Theater mühelos wieder aufblitzte und das Publikum zu wahren Beifallsstürmen anregte.
Viele Berliner Celebrities waren gekommen, der Ex-Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit war da und auch „Didi“ Hallervorden, inzwischen unfassbare 90 Jahre jung, hatte erkennbar sein Vergnügen auch noch nach der Show bei der Premierenfeier.
Oedo Kuipers als „Sam Wheat“ und Bianca Basler als „Molly Jensen“ überzeugten mit Ausstrahlung und Spielwitz als Liebespaar zwischen dem Hier und dem Jenseits in einem Musical, das viel mehr ist als eine bloße Adaption des Kultfilmes aus den 90ern. Mir persönlich hat der mitreissende Auftritt von UZOH am besten gefallen, eine Sängerin und Songwriterin aus Stuttgart, für mich der kommende Topstar der Musicalszene in Deutschland, in der Rolle der umwerfenden Hellseherin Oda Mae Brown.
Die neue Show im BlueMax Theater gestern Abend war so dynamisch, dass sich auch ein Blick auf die Macher lohnt. Die heißen Nils Büchner und Stephan Dominik Hubert, die mit ihrer ShowSlot Group das Musical-Genre in Deutschland geraade ein Stück weit neu erfinden.
Die Wurzeln des Unternehmens liegen im „Off-Musical Frankfurt“, das 2017 begann. Doch aus der Nische ist längst eine große Nummer geworden. Durch die Übernahme des „Stage Bluemax Theaters“ im Herbst 2025 hat sich die Gruppe vom reinen Tourneeveranstalter zum Betreiber einer der prestigeträchtigsten Spielstätten Deutschlands gewandelt.
Internationales Franchise trifft deutsche Präzision
Dass „Ghost“ gerade jetzt in Berlin einschlägt, ist kein Zufall. Das Musical ist ein globales Phänomen, die Kompositionen von Dave Stewart (Eurythmics) und Glen Ballard verleihen der übernatürlichen Liebesgeschichte eine Rock-Pop-Kante, die perfekt in das urbane Berlin passt.
ShowSlot hat es verstanden, dieses internationale Franchise mit einer Besetzung zu veredeln, die sowohl gesanglich als auch schauspielerisch neue Maßstäbe setzt. Es ist die Kombination aus der Sicherheit einer weltweit bewährten Marke und der Frische einer jungen, hungrigen Produktionsfirma, die den Abend so besonders machte.
Das Engagement von „Ghost“ im BlueMax Theater ist der Auftakt einer ambitionierten Spielzeit 2026, die mit den Produktionen von „Dracula“, der „Cher Show“ und „Sister Act“ fortgesetzt wird. Ziel ist es, das BlueMax Theater als einen Ort zu etablieren, an dem es ständig Neues zu entdecken gibt – ähnlich den Spielplänen im legendären Londoner West End.
Nur bis zum 8. Februar ist Ghost noch in Berlin zu sehen. Karten gibt es über https://www.eventim.de/
Das Winterwetter führt Deutschland am Wochenende in einen meteorologischen Ausnahmezustands, der unser Land in zwei gefährliche Wetterzonen spalten wird. Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) warnen für den 10. und 11. Januar vor einer sogenannten „Grenzwetterlage“ von ungewöhnlicher Intensität, bei der arktische Polarluft aus dem Nordosten auf feucht-milde Atlantikluft aus dem Südwesten prallt. Diese Luftmassen werden in weiten Teilen Deutschlands zu massivem Schneechaos und lebensgefährlicher Glätte auf den Straßen führen.
Bereits am Freitag kündigt sich die Wetterwende durch massiv auffrischenden Wind an, der im Nordosten Sturmstärke erreicht. Während es in den vergangenen Tagen in Berlin und Brandenburg noch vergleichsweise ruhig blieb, schiebt sich nun ein Kältekeil aus Sibirien (die Russen wieder!) über die Ostsee, der die Temperaturen am Samstag im Osten Deutschlands auf Werte zwischen minus 10 und minus 15 Grad abstürzen lässt. Rohre könnten platzen, und der Frost dringt dann tief in den Boden ein, was besonders für die Landwirtschaft zum großen Problem werden dürfte.
Viel gefährlicher als der reine Frost wird dann aber der Niederschlagsfront, der am Samstagmorgen den Westen und Südwesten erreicht. Dann trifft Regen auf den gefrorenen Boden und verwandelt Straßen und Gehwege binnen Minuten in spiegelglatte Flächen. Dieser Eisregen ist besonders tückisch, da er oft erst beim Aufprall auf den Boden gefriert und einen zentimeterdicken Panzer aus Klareis bildet. Autofahrer im Schwarzwald, in der Eifel und am Main müssen sich auf extremste Glätte einstellen. Die Behörden raten dringend dazu, nicht notwendige Fahrten am Samstag und Sonntag zu unterlassen, da selbst Winterreifen auf diesem Eisfilm keine Haftung mehr bieten.
Im Norden und Osten hingegen wird der Niederschlag konsequent als Schnee fallen, und das in gewaltigen Mengen. Prognosen rechnen mit 20 bis 30 Zentimetern Neuschnee innerhalb weniger Stunden. Da der Schneefall von stürmischen Ostwinden begleitet wird, kommt es zu massiven Schneeverwehungen. Auf Autobahnen wie der A20 oder der A2 können diese Verwehungen meterhoch anwachsen und Fahrbahnen unpassierbar machen. .
Der Schienenverkehr der Deutschen Bahn stellt sich bereits auf weitreichende Einschränkungen ein. Die Kombination aus Vereisung der Oberleitungen im Süden und Schneeverwehungen in den Weichen des Nordens lässt befürchten, dass der Fernverkehr zwischen den großen Metropolen empfindlich gestört wird. Auch an den Flughäfen in Frankfurt und München müssen Reisende mit massiven Verspätungen oder Annullierungen rechnen, da die Enteisung der Maschinen bei anhaltendem Eisregen an ihre Kapazitätsgrenzen stößt.
Die Behörden erwarten, dass das Chaos mindestens bis Montagvormittag anhält, bevor sich die Wetterfronten etwas beruhigen. Dennoch bleibt Deutschland im Griff des Winters: Eine nennenswerte Milderung ist nach jetzigem Stand erst Mitte Januar in Sicht, sodass die gebildeten Eisschichten und Schneemassen für geraume Zeit bestehen bleiben und den Alltag weiter erschweren werden.
Verbündete in einer Zeit voller falscher Freundschaften
Ich traf ihn erstmals in 1979 zur Präsentation seines ersten Albums.
Wir verstanden uns auf Anhieb, war ich doch (lt. Chris) eine „sehr angenehme Ausnahme von den sonstigen deutschen Radiobeamten…“.
Das und die Tatsache, dass ich gern nachmittags zum Interview Gin-Tonic bestellte, machte uns irgendwie zu „Partners in Crime“.
Was dann folgte war kein Interview, sondern das durchaus hilarische Zwiegespräch gleichgesinnter Geister, was 3 Stunden andauerte.
Chris erzählte mir, wie es zu dem merkwürdigen Albumtitel „Whatever happened to Benni Santini“ kam; die Plattenfirma meinte, da…
Wer Katerina Poladjan liest, muss sich auf das Ungefähre einlassen können. Die 1971 in Moskau geborene und in Deutschland aufgewachsene Autorin hat sich über Jahre hinweg den Ruf einer literarischen Präzisionskünstlerin erarbeitet, die das Große im Kleinen findet. In ihrem neuesten Roman „Goldstran…
Für den Berliner Psychotherapeuten Henry Lindemeier ist das „Russische Haus der Wissenschaft und Kultur“ an der Friedrichstraße nichts anderes als eine „Propagandabude“ des Kremls. Seit Russlands Präsident Wladimir Putin im Februar 2022 den Befehl zum Angriff gegen das „Bruderland“ Ukraine gab, ste…
Die Berlinale gilt seit jeher als das politischste der großen Filmfestivals. Doch was sich am vergangenen Samstagabend abspielte, sprengt jeden Rahmen. Es hinterlässt eine tiefe Kluft zwischen Kunstfreiheit und diplomatischer Etikette – und wirft die drängende Frage auf, wie wehrhaft eine Demokratie gegenüber Gästen sein muss, die die ihnen entgegengebrachte Gastfreundschaft mit Hass vergelten.
Es sollte eigentlich ein Moment des Triumphs für Abdallah Alkhatib sein. Für sein Debütwerk „Chronicles from the Siege“ wurde er mit einem Preis des Berliner Festivals geehrt. Doch statt sich in Dan…
Wenigstns iris Berben, Matthias Schweighöfer und Daniel Buhl sind dabei
In Deutschland verlieren im Moment durchschnittlich 10.000 Menschen pro Monat ihren Arbeitsplatz. Die Probleme mit der Massenmigration sind weiterhin vielleicht eingedämmt, aber die Unfähigkeit des Bundes und der Länder, konsequent abgelehnte Asylbewerber abzuschieben – insbesondere Kriminelle, die hier schwerste Gewalttaten verübt haben –, ist erschütternd. Mehr als 100.000 Abtreibungen werden jedes Jahr in Deutschland registriert; junges Leben, Geschöpfe Gottes, die einfach ausgelöscht werden.
Viele Themen würden mir einfallen für Drehbuchautoren, Produzenten und Regisseure in einem der…
Die Isel ist wild und ungezähmt und bahnt sich ihren Weg ungehindert ins Tal. Wer ihren Flusslauf erkunden möchte, kann dies auf einem Weitwanderweg tun. Der Iseltrail bietet nicht nur eine Reise durch unterschiedliche Vegetationszonen, sondern auch durch die Zeit.
Sie ist schon immer da – jedenfalls seit tausenden von Jahren. Hat die Landschaft im Laufe der Zeit geprägt, mit Schluchten, Felsen und glatten Sandbänken. Die Isel, der letzte frei fließende Gletscherfluss Österreichs, wird aus der Gletscherzunge am Umbalkees geboren – inmitten einer arktischen Landschaft im Nationalpark Hohe T…
Waren das noch Zeiten, als Haie und andere Raubfische die größten Feinde von Meeresschildkröten, Delfinen und Seevögeln waren. Heute geht die größte Gefahr für die Meerestierarten von Polypropylen, Polyethylen und Polyurethan aus…
70 Prozent der Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt. Aber in…
Orangerot tanzt die Flamme in den nächtlichen Sternenhimmel. Eine weitere Fackel wird angezündet, dann noch eine. Sie alle erhellen den eisigen Weg im Naturschutzgebiet am Zeller See und wollen den Sternen wohl Konkurrenz machen. Der große Wagen liegt auf der Seite – seine sieben Sterne sind so nah…
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Bei allen anprangerungswürdigen Themen und allem Wahnsinn, über den es so jeden Tag zu schreiben gibt, möchte ich diesen Beitrag nutzen, um einem kleinen Ort im Brandenburgischen nahe der Stadt Luckau in den Fokus der weiten Welt zu rücken. Nicht unähnlich dem kleinen gallischen Dorf aus den Asteri…
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WEEZE – Am Niederrhein hat das ausverkaufte «Parookaville»-Festival stattgefunden. Bis einschließlich Sonntag werden in Weeze an der deutsch-niederländischen Grenze täglich 75.000 Menschen erwartet. Insgesamt wurden 225.000 Tickets verkauft. Auf zehn Bühnen treten 300 DJs und Musiker aus dem Spektr…
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KÖLN – Leon hat sich aufmunitioniert. Zwei Patronengürtel kreuzen sich auf seiner Brust, dazu trägt er Flecktarn-Klamotten – in dem braun-beige-grünen Muster, in das sich Soldaten hüllen. Wenn man genauer hinschaut, sieht man allerdings, dass in den Gür…
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BERGISCH GLADBACH – Die alte Standuhr neben Helmut Rellergerds Schreibtisch zeigt rund um die Uhr Punkt Zwölf an – Mitternacht, Geisterstunde! Es ist die passende Inspiration für den Erfinder von Geisterjäger John Sinclair. Dessen erstes Abenteuer, «Die Nacht des Hexers»…
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