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„Habe nie gesehen, dass er Kokain konsumiert“

Nachtreten global: Von der Rache ehemaliger Mitarbeiter – am Beispiel von Julia Mendel

Julija Wolodymyriwna Mendel ist eine ukrainische Journalistin, die von Juni 2019 bis Juli 2021 als Pressesprecherin des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj tätig war. In dieser Woche erregte sie mit einem brisanten Interview in der Show des US-Moderators Tucker Carlson internationale Aufmerksamkeit, als sie schwere, allerdings auch unbewiesene, Vorwürfe gegen die ukrainische Führung vor…
Es beginnt oft mit einer kleinen Tablette oder einer Prise Pulver, die kaum teurer ist als ein „Coffee-to-go“. Doch was am Hauptbahnhof Hannover derzeit die Runde macht, ist kein gewöhnlicher Rausch. Es ist definitiv das Spiel mit dem Tod. Fentanyl, ein synthetisches Opioid, das bis zu 50-mal stärker ist als Heroin, breitet sich in Deutschland massiv aus.
Wer den Hauptbahnhof Hannover durch den Nordausgang verlässt, steht fast unmittelbar auf dem Raschplatz. Zwischen Betonpfeilern und gläsernen Fassaden, pulsiert das Elend. Hannover hat sich in den vergangenen zwei Jahren zu einem der massivsten Drogen-Hotspots Deutschlands entwickelt. Die Polizei spricht von einer „Crack-Welle“, doch im Schatten des aufputschenden Kokain-Derivats lauert die eigentliche Gefahr: Fentanyl.
Der Stoff wird oft als „Streckmittel“ eingesetzt. Dealer mischen das extrem günstige, synthetische Pulver unter minderwertiges Heroin, um ihre Gewinnspanne zu maximieren. Für den Konsumenten ist dies oft das Todesurteil, da  Fentanyl bereits in einer Menge von zwei Milligramm – etwa die Größe eines Salzkorns – tödlich wirken kann.
Hinter den nackten Zahlen der Kriminalstatistik verbergen sich Einzelschicksale, die das Grauen am Raschplatz greifbar machen
An einem kalten Dienstagabend im November vergangenen Jahres traf es Lukas, 24 Jahre alt. Man findet sine Leiche in einer öffentlichen Toilettenanlage nahe des Hauptbahnhofs. Lukas war kein langjähriger Schwerstabhängiger, er galt in der Szene als Gelegenheitskonsument. Er hatte auf dem Schwarzmarkt vermeintliche Schmerztabletten gekauft, um nach einer stressigen Woche „runterzukommen“. Was er nicht wusste: Die Pillen waren illegale Presslinge aus einem Labor, die fast ausschließlich aus Fentanyl bestanden. Lukas schlief einfach ein – sein Atemzentrum setzte aus, noch bevor er Hilfe rufen konnte.
Wenige Wochen später trifft es Sabine, 42. Sie war seit über 15 Jahren Teil der Szene am Raschplatz, eine bekannte Figur im „Stellwerk“, dem örtlichen Konsumraum. Sabine war erfahren, sie kannte ihre Dosen. Doch das Heroin, das sie an diesem Tag kaufte, war mit Fentanyl „geboostet“. Trotz der sofortigen Verabreichung des Gegenmittels Naloxon durch Streetworker konnte ihr Herz nicht wiederbelebt werden. Sabine starb dort, wo sie  Jahre verbracht hatte. Was für ein Leben…
Wie gelangt der tödliche Stoff nach Hannover?
Anders als Kokain, das aus Südamerika in Tonnen über unsere Häfen kommt, reist Fentanyl oft in unauffälligen Briefumschlägen. Bestellt im Internet, dann kommt ein leichter Brief, handschriftlich adressiert mit einem unverfänglichen Allerweltnamen. So, dass Eltern nicht misstrauisch werden, wenn Post für das eigene Kind ankommt.
Der Großteil der weltweiten Fentanyl-Produktion (oder deren Vorläuferstoffe) stammt aus Chemiefabriken in China. Dort wird der Stoff legal oder in Grauzonen produziert und über das „Darknet“ verkauft. Da Fentanyl so hochkonzentriert ist, reichen kleinste Mengen für tausende Konsumeinheiten. Dealer bestellen 10 bis 20 Gramm reines Pulver, das als „Laborchemikalie“ deklariert in einem gewöhnlichen Luftpolsterumschlag per Luftfracht nach Deutschland kommt. Der Zoll hat bei Millionen von Briefen kaum eine Chance, diese winzigen Mengen flächendeckend abzufangen. Ein neuerer Trend sind gefälschte Medikamente aus mexikanischen Laboren. Diese werden über die USA nach Europa geschmuggelt. Sie sehen aus wie Original-Blister von bekannten Schmerzmitteln, enthalten aber die tödliche synthetische Mischung. Auch medizinische Fentanyl-Pflaster, die aus Apotheken entwendet oder über gefälschte Rezepte bezogen werden, spielen eine Rolle. Die werden ausgekocht, um den Wirkstoff zu extrahieren – eine extrem riskante Methode mit unkalkulierbaren Wirkstoffkonzentrationen.
In Hannover versucht man, dem tödlichen Trend mit Modellprojekten gegenzusteuern. Fentanyl-Schnelltests im „Stellwerk“ sollen Konsumenten warnen, bevor sie sich den „goldenen Schuss“ setzen, ohne es zu wissen. Doch solange der Stoff so billig und einfach über den Postweg verfügbar ist, bleibt der Hauptbahnhof ein Ort, an dem der Tod nur einen Millimeter entfernt ist.

Im Kalten Krieg von der CIA gegründet
Wie geht es weiter mit dem traditionsreichen US-Sender „Radio Free Europe/Radio Liberty“ (RFE/RL)? Diese Frage stellt sich in diesen Tagen erneut, nachdem die Trump-Regierung im Frühjahr die Finanzierung des Senders massiv kürzte und Personal entlassen werden musste. Damit diese globale Stimme der Freiheit nicht verstummt, haben sich jetzt drei große europäische Auslandsmedien – Deutsche Welle (DW), France Médias Monde (FMM) und TVP World – an die EU gewandt und sich bereiterklärt, zukünftig mit RFE/RL international gegen Desinformation kooperieren zu wollen. Der Brief dieser drei öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten wendet sich direkt an Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas. Europa sei in einer starken Lage und könne für die Beibehaltung des Sendebetriebs sorgen, nachdem die Regierung von Donald Trump den wichtigen Sender finanziell ausbluten lässt. Kritische Stimmen sehen auch darin ein Entgegenkommen Trumps gegenüber Moskau. Radio Free Europa mit Sitz in Prag wurde während des Kalten Krieges gegründet und nahm seinen Sendebetrieb 1950 auf, um die Menschen hinter dem Eisernen Vorhang des kommunistischen Machtbereichs Informationen aus dem Westen zu verbreiten. In den ersten 20 Jahren stellte der amerikanische Geheimdienst CIA das Geld dafür bereit. Als das 1972 aufflog, wurde der Sender privatisiert, aber weiter aus dem amerikanischen Haushalt finanziert. RFE/RL sendet heute in 26 Sprachen in 22 Länder, darunter Russland, Iran, Afghanistan und die Ukraine. Es erreicht wöchentlich Millionen von Menschen über verschiedene Plattformen, darunter Radio (hauptsächlich Kurzwelle), Fernsehen und das Internet. Besonders die russischen Behörden schäumen, die – wie andere Regime auch – die Menschen in ihrem Einflussbereich vor unabhängiger Berichterstattung abschirmen wollen. Seit Russland im Februar 2022 die Ukraine militärisch angegriffen hat, wird das Vorgehen der Russen gegen den Sender immer intensiver. So erklärten die russischen Behörden im Februar 2024 die amerikanische Sendergruppe offiziell zur „unerwünschten Organisation“ und verbot jegliche Aktivitäten in Russland. Dies ermöglichte die strafrechtliche Verfolgung aller Mitarbeiter vor Ort. Mindestens sechs Angestellte von RFE/RL wurden danach in Russland inhaftiert. Bereits zuvor gab es aber auch Fälle, in denen Journalisten auf der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim vom Inlandsgeheimdienst FSB festgenommen wurden. Die russischen Behörden versuchten außerdem aktiv, die Reichweite von RFE/RL einzuschränken und die Berichterstattung als „Fake News“ oder Propaganda darzustellen, um die Verbreitung unzensierter Informationen zu unterbinden. Der Vorstoß der drei Sender jetzt dürfte kein Zufall sein Erst im November hatte die EU-Kommission den sogenannten „Europäischen Demokratieschild“ vorgestellt, einen umfassendes Plan um Desinformation, Autokratisierung und mediale Einflussnahme zu begrenzen. Damit sollen u. a. unabhängige Medien unterstützt werden. Neun Milliarden Euro aus dem Programm sollen in die „Unterstützung zivilgesellschaftlicher Organisationen“ fließen, zu Deutsch: in NGOs. Trump hatte den Geldhahn für seine internationalen Sender im März zugedreht Vorgeschoben wurden dazu finanzielle Motive, doch ein Richter kassierte die Executive Order für dieses Jahr. Dennoch wurden Hunderte Mitarbeiter zunächst beurlaubt. Schätzungen gehen davon aus, dass zum Jahresende etwa 20 Prozent der Mitarbeiter entlassen werden Aber, wie so oft, bei disruptiven Bewegungen seiner Regierung ging es bei solchen Entscheidungen auch hier um politische Hintergedanken. So warf Trump RFE/RL vor, „radikale Propaganda“ zu verbreiten und insbesondere den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán, einen der engsten europäischen Verbündeten Trumps, in der Berichterstattung kritisch zu beleuchten. Kurz vor Orbáns Besuch im Weißen Haus kündigte USAGM-Chefin Kari Lake dann an, die Finanzierung der ungarischen RFE/RL-Redaktion komplett einzustellen. Ihre Begründung: „Amerikanische Steuergelder sollten nicht für globalistische Programme verwendet werden, die einen NATO-Partner diskreditieren.“ Die neue Aktion der Deutschen Welle mutet auch seltsam an, weil der Bonner Auslandssender selbst finanziell klamm ist. So sieht der Bundeshaushalt für das Jahr 2026 eine Kürzung der Zuweisungen um mehr als 10 Millionen Euro vor – und das trotz steigender tariflicher Personalkosten. DW-Führungskräfte warnen bereits, die Kürzungen träfen den Sender „im Kern“. Bereits 2024 hatte die DW 20 Millionen Euro einsparen müssen, Schwerpunkt bei der Kultur und beim Sport. Mit wöchentlich 337 Millionen Nutzern weltweit gilt die DW als eines der wichtigsten Medieninstrumente Deutschlands im Ausland – allerdings vollständig abhängig vom Bundesetat.
Was stand in den Textnachrichten an den Pfizer-Chef?
Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat vergangene Woche vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGh) eine schwere Niederlage einstecken müssen. Gegenstand des Verfahrens war die Weigerung von der Leyens, Textnachrichten offenzulegen, die sie und Pfizer-Chef Albert Bourla während der Corona-Pandemie miteinander ausgetauscht hatten. Die Kommission habe keine plausible Erklärung gegeben, weshalb sie angeblich nicht über die angeforderten Dokumente verfüge Dem Prozess voraus ging eine beharrliche Journalistin der „New York Times“ mit dem Namen Matina Stevi, die seit drei Jahren auf allen möglichen Wegen Zugang zu diesen Textnachrichten bei der EU beantragt hatte – ohne Erfolg. Die Kommission begründete ihre Ablehnung jeweils damit, dass die gewünschten Textnachrichten nicht archiviert wurden. Der Austausch aber, so viel erinnerte man sich doch, habe jedoch „keine wichtigen Informationen“ enthalten. Davon wollte sich die „New York Times“ aber gerne selbst überzeugen.

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Konkret ging es bei der Presseanfrage um die Messenger-Nachrichten, die von der Leyen und Bourla zwischen Januar 2021 und dem 11. Mai 2022 ausgetauscht haben. Während der Corona-Pandemie hatte die EU inmitten der massiven Nachfrage Impfstoffe für die Mitgliedstaaten der Gemeinschaft bestellt. Wichtigster Lieferant war damals der Pharmakonzern Biontech/Pfizer. Über die genauen Umstände des Deals und warum Aspekte der damaligen Entscheidung bis heute vertraulich bleiben mussten, ist bis heute nicht bekannt. Fast zwei Milliarden Corona-Impfdosen habe die EU damals bei Biontech/Pfizer bestellt und 35 Milliarden Euro dafür bezahlt. Die „New York Times“ schrieb, dass der persönliche Kontakt zwischen von der Leyen und Bourla „für den Abschluss entscheidend gewesen ist“.
Mai 14, 2026
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März 26, 2026
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Dez. 1, 2025
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Juli 16, 2025
Gesamtkosten von 1,7 Millionen Euro sind überschaubar
In Brandenburg steht ein Thema im Fokus, das Leben retten kann: der flächendeckende Einsatz von Automatisierten Externen Defibrillatoren (AED) im öffentlichen Raum. Die AfD-Fraktion hatdazu im Landtag Brandenburg einen Antrag eingereicht, der ein Förderprogramm für die Beschaffung und Installation…
Mai 17, 2025
Was stand in den Textnachrichten an den Pfizer-Chef?
Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat vergangene Woche vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGh) eine schwere Niederlage einstecken müssen. Gegenstand des Verfahrens war die Weigerung von der Leyens, Textnachrichten offenzulegen, die sie und Pfizer-Chef Albert Bourla während de…
Apr. 11, 2025
Besonders betroffen sollen inhaftierte Falun Gong-Mitglieder in China sein
Die globale Organ-Mafia hat für ihre Geschäfte mit der Armut in Kenia einen neuen Hotspot gefunden. Ein „Israeli“, der seit Jahren international mit Haftbefehl gesucht werde, stecke dahinter, schreibt das Nachrichtenmagazin SPIEGEL heute. Nigeria war lange Zeit ein beliebtes Reiseziel für Organs…
März 17, 2025
Das Landgericht Stuttgart hat offenbar vor, das Betrugsverfahren gegen den Initiator der „Querdenken“-Initiative, Michael Ballweg“ wegen „Geringfügigkeit“ einzustellen. Nach Informationen der Staatsanwaltschaft wurde dem Ansinnen der Vorsitzenden Richterin allerdings bisher nicht zugestimmt. Geg…
März 13, 2025
Warum entscheid Merkel, die Erkenntnisse unter Verschluss zu hakten?
Es ist eine Binsenweisheit, dass Verschwörungserzählungen manchmal doch die Wahrheit abbilden. Und sicher ist, dass es US-Präsident Donald Trump war, der in seiner ersten Amtszeit das „Corona-Virus“ in schöner Regelmäßigkeit als „China-Virus“ bezeichnete. Wie recht Trump damit hatte, erfahren wir j…
Feb. 5, 2025
Gastbeitrag von Dr. DANIELA OEYNHAUSEN Zu Beginn des Jahres hatten alle gesetzlich Krankenversicherten eine böse Überraschung im Briefkasten: Ihre Versicherungsbeiträge kletterten auf ein neues Rekordhoch. Und ein Ende der Kostensteigerung ist noch lange nicht absehbar. Experten rechnen in den n…
Aug. 6, 2024
Gesunde Körperhaltung und Ernährung sind entscheidend
Es ist erschreckend, wie viele Kinder heutzutage mit erheblichen Zahnfehlstellungen herumlaufen müssen. In meiner Praxis sehe ich häufig acht- bis elfjährige Kinder, die regelmäßig beim Zahnarzt und beim Kinderarzt waren, ständig wegen Karies behandelt werden und sich niemand über diese aggressive…