Putin verliert diesen Krieg: Massive Drohnenangriffe auf Moskau und im Hinterland Russlands
64 Kilometer lang zog sich die Schlange gepanzerter Militärfahrzeuge von der Grenze zu Belarus entlang der westlichen Route durch die Sperrzone von Tschernobyl nach Süden in Richtung Kiew.
Obwohl der Konvoi auf Satellitenbildern wie eine bedrohliche, unaufhaltsame Walze aussah, entpuppte er sich schnell als logistischer Albtraum.
Russland hatte mit einem schnellen Zusammenbruch der Ukraine innerhalb weniger Tage gerechnet und war auf echten Widerstand nicht vorbereitet. Doch schon nach der russischen Okkupation der ukrainischen Halbinsel Krim im Jahr 2014 schickten die USA und die Briten Emissäre nach Kiew, um der Regierung dort Unterstützung anzubieten, weitere Übergriffe des gefräßigen Bären in Moskau zu stoppen. Waffen wurden geliefert, Ausbilder unterrichteten ukrainische Spezialkommandos im Häuserkampf. Und als 2022 die russische Walze gen Kiew rollte, war man aufseiten der Verteidiger gut vorbereitet.
Statt Ukrainern mit russischen Winkelementen am Straßenrand lagen dort Soldaten der ukrainischen Armee mit panzerbrechenden Waffen und sprengten wichtige Brücken wie in Iwankiw und Irpin.
Sie zerstörten auch einen Damm am Fluss Irpin und machten das Marschland durch die Überflutung unpassierbar für schwere Panzer. Außerdem zerstörten die Ukrainer die vordersten Fahrzeuge der Russen und blockierten den Nachschub an Treibstoff und sogar Verpflegung der russischen Soldaten. Die Fahrzeugkolonne kam zum Stehen und der Angriff brach in nicht einmal einer Woche total in sich zusammen. Die triumphale Siegesparade in Kiew fiel für Putin aus. Und es wird sie auch in Zukunft nicht geben.
Man hätte seitdem wissen können, dass Russland diesen Krieg nicht gewinnen wird
Seine Geländegewinne im Osten und Süden der Ukraine wurden hauptsächlich durch die professionellen Wagner-Söldner Prigoschins errungen, der inzwischen auch auf Putins übliche Art entsorgt wurde.
Die russische Armee mit veraltetem Gerät, schlecht ausgebildeten Wehrpflichtigen und nordkoreanischen und afrikanischen Söldnern, die dachten, sie fliegen nach Moskau, um als Kellner zu arbeiten, ist in einem jämmerlichen Zustand. Das hatte auch im Westen niemand erwartet.
Seit über zwei Jahren stecken die Invasionstruppen fest ohne nennenswerte Geländegewinne. Im Gegenteil, ukrainischen Einheiten gelingt es in den vergangenen drei Monaten immer wieder, russisch besetztes Gebiet zurückzuerobern und den Krieg direkt nach Russland zu tragen.
Wie atemberaubend leistungsfähig und kreativ die ukrainischen Streitkräfte inzwischen sind, konnte die ganze Welt vor fast genau einem Jahr sehen, als am 1. Juni 2025 Operazija Pawutyna anlief, die „Operation Spinnennetz“, eine spektakuläre Militäroperation des ukrainischen Geheimdienstes SBU mit Kleindrohnen gegen die strategische Bomberflotte Russlands tief im russischen Hinterland.
18 Monate lang vorbereitet, traf es die Atommacht Russland im Dämmerschlaf, als billige ukrainische Drohnen aus präparierten LKW-Containern und Holzhütten aufstiegen und extrem wertvolle, nuklearfähige Waffensysteme auf schlecht gesicherten russischen Militärflughäfen zerstörten.
Getroffen wurden mehrere Luftwaffenstützpunkte, die teilweise tausende Kilometer von der Ukraine entfernt lagen, darunter die Basis Olenja auf der arktischen Kola-Halbinsel (ca. 1.800 km entfernt) und die Basis Belaja in Sibirien (über 4.000 km entfernt).
US-Geheimdienste beobachten mit Satelliten und Geheimagenten, dass zwischen 20 und 40 Militärflugzeuge getroffen oder komplett zerstört wurden, darunter ein Drittel der strategischen russischen Langstreckenbomber (Tupolew Tu-95 und Tu-22M3) sowie ein seltenes A-50-Aufklärungsflugzeug. Diese Flugzeuge sind für Russland extrem schwer oder gar nicht mehr nachzuproduzieren.
Als direkte Konsequenz verlegte Russland seine verbliebenen strategischen Bomber noch tiefer in den Fernen Osten (Flugplatz Ukrainka) und an die Beringstraße , um sie vor weiteren ukrainischen Sabotageakten zu schützen.
Seitdem vergeht kein Tag ohne schwere Schläge gegen Einrichtungen in Russland
Gerade erst während des sogenannten „Internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg“ (SPIEF), das Putin gern als sein „Davos“ etablieren möchte, kam es zu massiven, koordinierten ukrainischen Drohnenangriffen gegen die Infrastruktur der Stadt .
Mehrere Drohnen schlugen ins zentrale Ölterminal von St. Petersburg ein. Riesige schwarze Rauchwolken hingen über der Stadt und waren direkt vom Konferenzzentrum (Expoforum) aus zu sehen, was die Feststimmung der russischen Elite deutlich beeinträchtigte.
Zeitgleich folgte eine weitere Welle von Drohnenangriffen gegen den nahegelegenen Militär- und Marinehafen Kronstadt, den wichtigen Ostsee-Stützpunkt der russischen Kriegsflotte.
Wegen der akuten Drohnengefahr musste der internationale Flughafen Pulkowo in St. Petersburg – über den die rund 20.000 internationalen Delegierten und Wirtschaftsvertreter anreisten – zeitweise den Betrieb komplett einstellen. Starts und Landungen wurden untersagt.
Die Behörden drosselten in mehreren Bezirken der Stadt das mobile Internet, um eine mögliche Steuerung von Drohnen oder die Verbreitung von Videos der Einschläge im Netz zu unterbinden, während koordinierte digitale Attacken pro-ukrainischer „Hacktivisten“ und Geheimdienste stattfanden. So etwas hat Russland seit 1945 nicht mehr erlebt. Das gesamte IT-Netzwerk des Wirtschaftsforums wurde mit künstlichen Datenanfragen geflutet. Dies führte zeitweise zum Zusammenbruch der Akkreditierungssysteme und der offiziellen Konferenz-Websites. Diese Netzstörungen waren so gravierend, dass die russischen Organisatoren den ausländischen Gästen eilig spezielle VPN-Zugänge bereitstellen mussten, damit diese die russischen Internetblockaden und Störungen umgehen konnten.
Und nun die vergangene Nacht
„Die Luftverteidigung wehrt sich gegen eine großangelegte Attacke“, gab Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin heute Morgen auf Telegram zu. Bei einem schweren ukrainischen Drohnenangriff auf Moskau ist eine Raffinerie in Brand geraten. Laut dem unabhängigen Internetportal Astra gibt es mindestens fünf Brandherde in der Raffinerie. Auf in sozialen Medien geteilten Videos sind eine starke Explosion und mehrere Feuer zu sehen.
„Moskau wird doch noch untergehen. Und nicht an einem Strand auf der Krim liegen“, kommentierte der Kommandeur der ukrainischen Drohnenstreitkräfte, Robert Browdi, heute Morgen auf seinem Telegram-Kanal. „Der Kreml begreift das: Die Zahl der unantastbaren oder unerreichbaren Zonen nimmt ab.“
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach auf X von einer gerechtfertigten Reaktion auf die russischen Angriffe auf ukrainische Städte und Gemeinden.
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