Leihmutterschaft ist verboten: Politiker nehmen sich das Recht trotzdem heraus
Die Christdemokraten für das Leben (CDL), eine Arbeitsgemeinschaft von Lebensschützern innerhalb der Union ohne offiziellen Status bei CDU und CSU, sind empört über die aktuellen Fälle, in denen prominente Mitglieder wie der Bundesbeauftragte für Sucht und Drogen, Prof. Dr. Hendrik Streek, und jetzt gerade auch der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jens Spahn, über eine Leihmutterschaft Vater geworden.
CDL-Bundesvorsitzende Susanne Wenzel weist darauf hin, dass auf dem CDU-Bundesparteitag in Stuttgart im Februar 2026 die Delegierten bekräftigt hatten, die Leihmutterschaft in Deutschland weiterhin uneingeschränkt zu verbieten, völlig unabhängig von der Motivation. Ziel dieses Beschlusses war es u. a. Missbrauch, Ausbeutung und gesundheitliche Risiken für Frauen zu verhindern.
Zwei Bundestagsabgeordnete, Mitglieder der Legislative, hätten das deutsche Recht umgangen, indem sie für eine in Deutschland illegale Praxis in ein Land ausweichen, in dem Leihmutterschaft erlaubt ist. Welchen Bestand haben die vom Bundestag beschlossenen Gesetze, wenn ausgerechnet Abgeordnete bestehende Lücken nutzten, diese zu umgehen? Besonders Jens Spahn habe sich früher selbst gegen die Legalisierung der Leihmutterschaft ausgesprochen. Wenzel: „Wäre es da nicht nur konsequent, bei sich dieselben Maßstäbe anzulegen, die man auch für die Bürger anlegt?“
Die CDL beklagt seit langer Zeit, dass die in Deutschland geltende Rechtslage unzulässige Spielräume lasse. Diese Lücken müssen nun schnellstens geschlossen werden.
Neueste Nachrichten
Spendenaufruf
+++ Haben Sie Interesse an politischen Analysen wie diesen?
+++ Dann unterstützen Sie unsere Arbeit
+++ Mit einer Spende über PayPal@TheGermanZ
oder einer Überweisung auf unser Konto DE03 6849 2200 0002 1947 75 +++
Klaus Kelle, Chefredakteur