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Autor: Klaus Kelle

„Große Fresse, nichts dahinter“ – Was befähigt Böhmermann eigentlich, im Staatsfunk die Welt zu erklären?

Liebe Leserinnen und Leser, der Studienabbrecher Jan Böhmermann hat mal „journalistische Erfahrungen“ bei einer Bremer Lokalzeitung gemacht. Sein Studium in Köln in Geschichte, Soziologie und Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften brach er ab. Seitdem erklärt uns der Bremer Entertainer, Satiriker, Podcast-Moderator und „Journalist“ (weil das als Berufsbezeichnung nicht geschützt ist – sonst wäre er Redakteur, hätte er eine ordentliche Ausbildung absolviert und beendet) die Welt und das Leben. Der Volksmund nennt Leute wie Jan Böhmermann einen Wichtigtuer...

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„Herzliche Einladung“ an Frau Merkel: Warum nicht mal Afghanistan besuchen?

Liebe Leserinnen, liebe Leser, die BILD, ich habe das schon ein, zwei Mal erwähnt, ist medial derzeit das Maß aller Dinge in Deutschland. Das einst oft geschmähte Blatt, wo beim Lesen angeblich das „Blut rausläuft“, bietet uns seit Wochen, ja seit Monaten, eine journalistische Gala der Extraklasse. Unter Chefredakteur Julian Reichelt macht BILD genau das, was die vornehmste Aufgabe einer Boulevardzeitung sein sollte: dem Volk aufs Maul schauen. Nach vielen Jahren des Weichspülens und der Schönrederei der Merkelschen Katastrophenpolitik hat die auflagenstärkste deutsche...

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Wenn die AfD im Landtag nach „Plünderungen“ fragt…

Liebe Leserinnen und Leser, den Begriff „Plünderungen“ will die nordrhein-westfälische Polizei im Zusammenhang mit der Lage in den Hochwassergebieten nicht verwenden. Das sei nicht angemessen, teilte Innenminister Herbert Reul von der CDU auf eine Anfrage der AfD im Landtag im August mit. Doch sowas nennt der Brite wohl sophisticated, denn Reul räumt in seiner Antwort ein: „In den betroffenen Gebieten kam es jedoch zu Eigentumsdelikten unter Ausnutzung bzw. im Zusammenhang mit der Flutkatastrophe.“ Das ist natürlich ganz etwas anderes als Plünderungen. Aber lesen...

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Von der Schönheit, die alte Heimat wieder zu spüren

Liebe Leserinnen und Leser, jeder Mensch strebt irgendwann danach, seine eigenen Wurzeln kennenzulernen. Denn nur aus dieser Grundlage heraus versteht man das eigene Leben wirklich und vollständig. Ich war gestern Abend in Lemgo, also in meiner Heimat im Fürstentum Lippe, immerhin einer von drei Landesteilen Nordrhein-Westfalens neben Westfalen und dem Rheinland. Lemgo hat über 40.000 Einwohner, eine Fachhochschule und ein Hexenbürgermeisterhaus. Gerade ist eine Art Stadtfest hier, es gibt Flammkuchen, gegrillten Lachs im Brötchen, kalten Grauburgunder und Detmolder Landbier. Kann man...

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„Mehr wir. Weniger ich.“ Über die dümmsten Wahlplakate aller Zeiten

Liebe Leserinnen und Leser, wissen Sie, was noch niveauloser ist als das inhaltleere Gerangel um den Job im Bundeskanzleramt, das wir alle in diesen Wochen erleben? Richtig! Es sind diese vollkommen geistlosen und beliebig umzulabelnden Wahlplakate der Parteien. Zugegeben, Christian Lindner ist zur Zeit der Einzige, der an die Model-Qualitäten eines Robert Habeck heranreicht. Aber ein Foto im Halbdunkel beim Aktenstudium und der Spruch: „Nie gab es mehr zu tun“? Ich bitte Sie! Genau den Spruch und das Parteilogo der MLPD oder der Partei Bibeltreuer Christen (PBC) darunter...

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In was für einem Land leben wir bloß, wo man Menschen Respekt für eine große Leistung verweigert, weil sie anders denken?

Liebe Leserinnen und Leser, der Beitrag meines Freundes und Kollegen Dietrich Kantel gestern über seinen Besuch in der Ausstellung „Flucht – Vertreibung – Versöhnung“ berührt mich und sicher auch viele von Ihnen, die selbst ihre Wurzeln über die eigenen Großeltern in Ostpreußen, Pommern und Schlesien haben. Es wurde höchste Zeit, dass diese Ausstellung endlich für die Öffentlichkeit zugänglich ist. 22 Jahre hat das politische Hickhack um das Erinnern an das unvorstellbare Leid, das 15 Millionen Deutsche nach Kriegsende erlitten haben, die in endlosen Trecks versuchten, Deutschland mit...

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Grüne, AfD und Linke vereinen zusammen mehr als ein Drittel der Wähler

Liebe Leserinnen und Leser, »…das ist eine Partei, die gehört nicht in deutsche Regierungen«, formulierte gestern CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet bei einer Veranstaltung des CDU-Wirtschaftsrates in Berlin. Diese Partei, damit meinte er Die Linke, formerly known as SED. Soll man so nicht sagen, höre ich immer wieder, das sei doch ganz etwas anders als die einstige DDR-Staatspartei. Und irgendwie stimmt das ja auch, weil es den „Staat“ Gott sei Dank nicht mehr gibt und von den Herren Ramelow und Bartsch bisher keinerlei Tötungsfantasien bekannt sind, wie dereinst bei der...

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Der Bundestag bildet nicht die Zusammensetzung der deutschen Bevölkerung ab

Liebe Leserinnen, liebe Leser, bei Wiener Schnitzel mit Kartöffelchen und Preiselbeeren saßen wir in einem kleinen Kreis Unternehmer gestern Abend beisammen und irgendwann kam die Frage auf: Würde einer von uns Annalena Baerbock, Armin Laschet oder Olaf Scholz eine Anstellung in seiner Firma geben? Zugegeben, die Fragestellung ist nicht ganz fair, weil zwischen Empfangsdame und Leiter der Finanzbuchhaltung schon ein wenig Raum für Nuancen ist. Aber spontan war die Stimmung: never ever. Ich glaube, man tut den drei Kandidaten damit Unrecht, denn Olaf Scholz verwaltet sein Finanzministerium...

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Zu Besuch bei einer Kleinpartei in Regensburg

Liebe Leserinnen und Leser, als verantwortlicher Redakteur eines Nachrichtenmediums darf ich keine Wahlempfehlungen aussprechen, weil unabhängig, unparteiisch und so weiter. Die Tradition angelsächsischer Zeitungen, den Lesern vor einer Wahl klar zu sagen, was und wer gut für das Land ist, ist hierzulande selten, zumal das Framing des deutschen Mainstreams den gleichen Zweck viel effektiver erfüllt. Und man weiß auch nicht, wie wirkungsvoll Wahlempfehlungen tatsächlich sind. 2016 empfahlen die größten 50 Tageszeitungen der USA ihren Lesern unisono: Wählt, was Ihr wollt, aber bloß nicht...

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