Apr. 17, 2026
Kubanische Agenten hatten die CIA-Ausbildungscamps infiltriert.
Das Desaster im Sumpf: Vor 65 Jahren scheiterte die Invasion in der kubanischen „Schweinebucht“
Die Invasoren hatten von Anfang an keine Chance. Als die Schiffe der „Brigade 2506“ in der Nacht zum 17. April 1961 auf die Küste Kubas zusteuerten, wartete man bereits auf sie. Und überhaupt, aus heutiger Sicht: Die Vorstellung, man könne mit einer kleinen Gruppe Exilkubaner – und dann noch ohne Luftunterstützung – das sozialistische Castro-Regime stürzen, dürfte als eine der größten Fehleinschätzungen in die Militärgeschichte eingehen.
Denn schon im Oktober 1960 war Havannas Militärführung bekannt, dass in Guatemala und Nicaragua unter Anleitung des US-Geheimdienstes CIA Exilku…
Apr. 4, 2026
Man traf sich konspirativ bei Austern und Champagner in Georgetown
Aldrich Ames: Wie ein Mann aus Geldnot zum Verräter wurde und dabei 20 Agenten in Moskau dem sicheren Tod auslieferte
Der 16. April 1985 war ein regnerischer Dienstag in Washington D.C., als Aldrich „Rick“ Ames den entscheidenden Schritt in Richtung Abgrund wagte. Ames, ein 44-jähriger CIA-Offizier mit einer Vorliebe für Wodka und einer rasant wachsenden Schuldenlast, war an diesem Nachmittag nicht in seinem Büro in Langley. Stattdessen steuerte er seinen Wagen zur sowjetischen Botschaft in der 1125 16th Street NW. Er sprach den Pförtner an, zeigte seinen Dienstausweis vor und verlangte, Sergei Chuvakin zu sprechen. In seiner Tasche hatte er ein Umschlag mit den Namen von zwei russischen KGB-Offizieren dabei…
Jan. 19, 2026
Drei Viertel aller Deutschen in Königsberg starben
Ilja Ehrenburg war der Mann, der 1945 dazu aufrief, jeden Tag mindestens einen Deutschen zu töten
Als die Rote Armee im April 1945 die brennenden Ruinen von Königsberg stürmte, war die ausufernde Gewalt gegen die deutschen Stadtbewohner nicht nur ein Nebeneffekt des Krieges. Sie war Ausdruck der über die Kriegsjahre aufgestauten Wut gegen die Deutschen. Aufgestachelt wurde der Hass gegen die Deutschen durch eine beispiellose Hasspropaganda, in derem Zentrum ein Mann stand: Ilja Ehrenburg.
Der war ein Intellektueller, ein Weltbürger, der fließend Französisch sprach und Jahre in Paris gelebt hatte.
Doch nach der „Operation Barbarossa“, dem deutschen Überfall au…
Jan. 7, 2026
Warum schaut die Welt einfach nur zu?
Thomas Buergenthal, das „Glückskind“ von Auschwitz warnte: Nordkoreas Straflager sind schlimmer als die KZs der Nazis
Es gibt Lebenswege, die so unwahrscheinlich klingen, dass sie aus den Betrachter wie ein Wunder wirken. Die Geschichte von Thomas Buergenthal ist so eine. Er war einer der jüngsten Überlebenden des Holocaust, ein Mann, der die Hölle sah und erlebte und statt Bitterkeit mit Leidenschaft bis zu seinem Tod für das Recht und die Menschenwürde stritt. Dieser Weg führte ihn von den Selektionsrampen in Auschwitz bis auf den höchsten Richterstuhl der Welt in Den Haag.
Thomas Buergenthal wurde 1934 in der Tschechoslowakei geboren. Seine Kindheit war eine nicht enden wollende Flucht vor dem Tod…
Jan. 4, 2026
Er holte die letzten KJriegsgefangenen aus Russland zurück
Konrad Adenauer und die öffentliche Meinung: Warum war der erste Kanzler so populär?
von Dr. STEFAN WINCKLER
BONN – Der erste deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) interessierte sich sehr für die öffentliche Meinung, was für einen Politiker in der Demokratie eine absolute Notwendigkeit ist. Im Jahre 1950 schloss die Bundesregierung deshalb einen Vertrag mit dem Institut für Demoskopie in Allensbach über die Analyse des politischen Klimas ab. Der Kanzler ließ sich dabei vor allem von Erich Peter Neumann, einem Mitgründer des Instituts, beraten.
Für Adenauer war die Frage, wie das Kanzleramt die öffentliche Meinung beeinflussen kann, essenziell.
Die Aussagen in…
Dez. 24, 2025
„Eine große wunderbare Stille lag auf Berg und See“
Adenauers Mahnung an Weihnachten 1951: „Die alten Quellen unter dem Treibsand des modernen Lebens wiederfinden“
von DR. STEFAN WINCKLER
Konrad Adenauer würde am 5. Januar 2026 150 Jahre alt werden. „Der Alte“ bleibt unvergessen – selbst in seinen stets gehaltvollen Weihnachtsansprachen. TheGermanZ dokumentiert heute die Rede des damaligen Bundeskanzlrs an die Nation vom 25. Dezember 1951:
„Heiligabend 1951! Es war stille geworden im Hause. Die Kerzen am Christbaum waren verlöscht bis auf wenige, die mit ihrem Schein alles, den Christbaum, die Krippe, den Gabentisch, geheimnisvoll erhellten. Ein tiefes Nachdenken überkam mich, die Erinnerung an vergangene Weihnachten. Ich sah mich wieder als Kind…
Dez. 16, 2025
Disziplin und Kameradschaft gepriesen
„Quax, der Bruchpilot“ – wie das NS-System mit Unterhaltung in die Köpfe der Menschen vordrang
Heute vor 84 Jahren startete in Hitler-Deutschland der Film „Quax, der Bruchpilot“, ein Streifen, der weit mehr als eine harmlose Komödie aus der Ära des Schwarz-Weiß-Films werden sollte. Denn „Quax“ gilt bis heute als das Paradebeispiel für die subtile Propagandastrategie der Nazi-Machthaber, die Unterhaltung und Ideologie nahtlos miteinander zu verknüpften verstanden.
Im Mittelpunkt steht der kleine Büroangestellte Otto Groschenbügel, verkörpert von Heinz Rühmann, der durch ein gewonnenes Preisausschreiben die Chance auf eine Ausbildung zum Sportpiloten erhält. Er ist ungeschickt…
Sep. 21, 2025
Ein Freund der Freiheit und Israels
Vor 40 Jahren starb der große deutsche Publizist Axel Springer
von DR. STEFAN WINCKLER
Am 22. September 1985 verstarb der Großverleger und politische Publizist Axel Springer. Seine letzten Worte waren: „Es könnte nicht besser sein“. Was wird er damit gemeint haben?
Springer war Preuße, geboren am 2. Mai 1912 in der Großstadt Altona bei Hamburg. Die preußische Herkunft blieb ihm stets bewusst, da ihm der Bezug zu Berlin fast schon in die Wiege gelegt war.
Er war der Sohn eines Druckerei- und Verlagsbesitzers, die Mutter eine bildungsbürgerliche Goethe-Verehrerin. Hinzu kam die musische Prägung: In jungen Jahren wollte Springer Sänger werden, sein…
Mai 10, 2025
Nach 64 Jahren in New York kehrte sie nach Berlin zurück
„Was war, war. Aber es darf nie wieder geschehen!“ – Zum Tod von Margot Friedländer
Ihre Mutter und ihr Bruder Ralf starben in den Gaskammern des Konzentrationslagers Ausschwitz, sie selbst konnte sich 15 lange Monate vor den Mörderbanden des Nazi-Regimes verstecken.
Die damals 21-Jährige färbte sich die Haare, trug ein Kreuz, ließ sogar die Nase korrigieren, um nicht als Jüdin erkannt zu werden, doch schließlich fanden sie die junge Frau und deportierten sie ins Ghetto Theresienstadt, irgendwo im „Protektorat Böhmen und Mähren“, wie die Nazis den besetzten Teil der Tschechoslowakei bezeichneten.
„Ghetto“, so nannten sie das Konzentrationslager, das wie Aus…

