Mai 26, 2026
Hitlers Wehrmacht war sich zu sicher
26. Mai 1940: Das Wunder von Dünkirchen – heute vor 86 Jahren retteten sie 330.000 Soldaten
Der Westfeldzug im Frühjahr 1940 veränderte den Verlauf des Zweiten Weltkriegs radikal. Was als Verteidigung der westeuropäischen Demokratien geplant war, entwickelte sich innerhalb weniger Wochen zu einem militärischen Desaster für die Alliierten. Im Zentrum: die nordfranzösische Hafenstadt Dünkirchen.
Die deutsche Blitztaktik und das Operationsgebiet
Am 10. Mai 1940 begann die Deutsche Wehrmacht den Angriff auf die Niederlande, Belgien und Luxemburg. Hauptziel dieses Vorstoßes war die Umgehung der stark befestigten französischen Grenzanlage, der Maginot-Linie. Die alliierten Generäl…
Mai 18, 2026
Das Ende der Ära der Kreuzzüge
Heute vor 735 Jahren stürmten islamische Horden die Kreuzritter-Festung in Akkon
AKKON – Der Jahrestag, diese 18. Mai 1291, markierte das endgültige Ende einer Epoche. Als an diesem Morgen die Sonne über der Levante aufging, stand die mächtige Hafenstadt Akkon bereits seit mehr als sechs Wochen unter dem unbarmherzigen Trommelfeuer mamlukischer Belagerungsmaschinen. Sultan al-Aschraf Khalil hatte eine gewaltige Streitmacht mobilisiert, um den letzten bedeutenden christlichen Außenposten im Heiligen Land zu vernichten.
Historiker schätzen heute das Heer der Mamluken auf etwa 60.000 Reiter und bis zu 100.000 Fußsoldaten. Diese schiere Übermacht stand einer Vert…
Mai 10, 2026
Das „Lost German Girl“ – das ikonische Foto vom 8. Mai 1945, das uns bis heute beschäftigt
Es war der 8. Mai 1945, der Tag, an dem die deutsche Wehrmacht endlich kapitulierte, und der Zweite Weltkrieg wenigstens in Europa endete. Während in den Metropolen der Welt gefeiert wird, herrscht in den Grenzgebieten des zerfallenden Großdeutschen Reiches ein mörderisches Chaos.
In der Nähe der tschechischen Stadt Pilsen, an einer staubigen Landstraße, fing eine Kamera der US-Armee eine Szene ein, die noch Jahrzehnte später als eines der eindringlichsten Dokumente menschlichen Leids im Krieg viral geht. Die Sequenz fängt nur 55 Sekunden auf Farbfilm ein, doch sie erzählt die ganze Grausa…
Apr. 17, 2026
Kubanische Agenten hatten die CIA-Ausbildungscamps infiltriert.
Das Desaster im Sumpf: Vor 65 Jahren scheiterte die Invasion in der kubanischen „Schweinebucht“
Die Invasoren hatten von Anfang an keine Chance. Als die Schiffe der „Brigade 2506“ in der Nacht zum 17. April 1961 auf die Küste Kubas zusteuerten, wartete man bereits auf sie. Und überhaupt, aus heutiger Sicht: Die Vorstellung, man könne mit einer kleinen Gruppe Exilkubaner – und dann noch ohne Luftunterstützung – das sozialistische Castro-Regime stürzen, dürfte als eine der größten Fehleinschätzungen in die Militärgeschichte eingehen.
Denn schon im Oktober 1960 war Havannas Militärführung bekannt, dass in Guatemala und Nicaragua unter Anleitung des US-Geheimdienstes CIA Exilku…
Apr. 4, 2026
Man traf sich konspirativ bei Austern und Champagner in Georgetown
Aldrich Ames: Wie ein Mann aus Geldnot zum Verräter wurde und dabei 20 Agenten in Moskau dem sicheren Tod auslieferte
Der 16. April 1985 war ein regnerischer Dienstag in Washington D.C., als Aldrich „Rick“ Ames den entscheidenden Schritt in Richtung Abgrund wagte. Ames, ein 44-jähriger CIA-Offizier mit einer Vorliebe für Wodka und einer rasant wachsenden Schuldenlast, war an diesem Nachmittag nicht in seinem Büro in Langley. Stattdessen steuerte er seinen Wagen zur sowjetischen Botschaft in der 1125 16th Street NW. Er sprach den Pförtner an, zeigte seinen Dienstausweis vor und verlangte, Sergei Chuvakin zu sprechen. In seiner Tasche hatte er ein Umschlag mit den Namen von zwei russischen KGB-Offizieren dabei…
Jan. 19, 2026
Drei Viertel aller Deutschen in Königsberg starben
Ilja Ehrenburg war der Mann, der 1945 dazu aufrief, jeden Tag mindestens einen Deutschen zu töten
Als die Rote Armee im April 1945 die brennenden Ruinen von Königsberg stürmte, war die ausufernde Gewalt gegen die deutschen Stadtbewohner nicht nur ein Nebeneffekt des Krieges. Sie war Ausdruck der über die Kriegsjahre aufgestauten Wut gegen die Deutschen. Aufgestachelt wurde der Hass gegen die Deutschen durch eine beispiellose Hasspropaganda, in derem Zentrum ein Mann stand: Ilja Ehrenburg.
Der war ein Intellektueller, ein Weltbürger, der fließend Französisch sprach und Jahre in Paris gelebt hatte.
Doch nach der „Operation Barbarossa“, dem deutschen Überfall au…
Jan. 7, 2026
Warum schaut die Welt einfach nur zu?
Thomas Buergenthal, das „Glückskind“ von Auschwitz warnte: Nordkoreas Straflager sind schlimmer als die KZs der Nazis
Es gibt Lebenswege, die so unwahrscheinlich klingen, dass sie aus den Betrachter wie ein Wunder wirken. Die Geschichte von Thomas Buergenthal ist so eine. Er war einer der jüngsten Überlebenden des Holocaust, ein Mann, der die Hölle sah und erlebte und statt Bitterkeit mit Leidenschaft bis zu seinem Tod für das Recht und die Menschenwürde stritt. Dieser Weg führte ihn von den Selektionsrampen in Auschwitz bis auf den höchsten Richterstuhl der Welt in Den Haag.
Thomas Buergenthal wurde 1934 in der Tschechoslowakei geboren. Seine Kindheit war eine nicht enden wollende Flucht vor dem Tod…
Jan. 4, 2026
Er holte die letzten KJriegsgefangenen aus Russland zurück
Konrad Adenauer und die öffentliche Meinung: Warum war der erste Kanzler so populär?
von Dr. STEFAN WINCKLER
BONN – Der erste deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) interessierte sich sehr für die öffentliche Meinung, was für einen Politiker in der Demokratie eine absolute Notwendigkeit ist. Im Jahre 1950 schloss die Bundesregierung deshalb einen Vertrag mit dem Institut für Demoskopie in Allensbach über die Analyse des politischen Klimas ab. Der Kanzler ließ sich dabei vor allem von Erich Peter Neumann, einem Mitgründer des Instituts, beraten.
Für Adenauer war die Frage, wie das Kanzleramt die öffentliche Meinung beeinflussen kann, essenziell.
Die Aussagen in…
Dez. 24, 2025
„Eine große wunderbare Stille lag auf Berg und See“
Adenauers Mahnung an Weihnachten 1951: „Die alten Quellen unter dem Treibsand des modernen Lebens wiederfinden“
von DR. STEFAN WINCKLER
Konrad Adenauer würde am 5. Januar 2026 150 Jahre alt werden. „Der Alte“ bleibt unvergessen – selbst in seinen stets gehaltvollen Weihnachtsansprachen. TheGermanZ dokumentiert heute die Rede des damaligen Bundeskanzlrs an die Nation vom 25. Dezember 1951:
„Heiligabend 1951! Es war stille geworden im Hause. Die Kerzen am Christbaum waren verlöscht bis auf wenige, die mit ihrem Schein alles, den Christbaum, die Krippe, den Gabentisch, geheimnisvoll erhellten. Ein tiefes Nachdenken überkam mich, die Erinnerung an vergangene Weihnachten. Ich sah mich wieder als Kind…
